Saftiges Buchweizenbrot

Eigentlich kann ich mit der Diagnose Zöliakie sehr gelassen umgehen, da ich genau weiß, wie schädlich Gluten für meinen Körper ist. Diese Einstellung erleichtert glaube ich einiges und hilft auch im Alltag immens. Trotzdem hatte ich gerade am Anfang echte Probleme leckeres Brot zu finden!

Ich habe immer gerne Brot gegessen, am liebsten richtig rustikal mit Körnern und Sauerteig. Das war nun für immer vorbei und ich hatte keine Ahnung, mit was ich diese Lücke füllen sollte!! Nicht zuletzt versorgt gutes Vollkornbrot den Körper mit Eisen und Proteinen.
Ich fand mich damals total kreativ, als ich Brot anfangs durch Polenta und Reiswaffeln erstetzt habe…

Bäh.. großes BÄH!!
Dann fing ich an, mich durch das gesamte Sortiment der glutenfreien Backware im Biosupermarkt zu essen. Das war zwar ganz ok, aber als ich dann ein Brot (700gr) für fast 6 Euro käuflich erwarb und mir dieses am nächsten Tag mit blauem Fell entgegensprang, entschloss ich mich, nur noch selbst zu backen.
Zwar habe ich früher auch gerne Brot gebacken, aber glutenfreies Mehl verhält sich grundliegend anders als glutenhaltiges und man muss sich wirklich erst daran gewöhnen.

Glutenfreier Teig muss feuchter sein, als normales und muss fast zwingend bei Unter und Oberhitze gebacken werden, ebenso braucht man ein Bindemittel, um das Gluten zu ersetzten. Hierfür nehme ich meist Guarkernmehl, das klappt meist absolut problemlos.
Das nervige am glutenfreien Backgut ist seine begrenzte Haltbarkeit. Und mit begrenzt meine ich sehr begrenzt. Bereits am nächsten Tag kann man die meisten Brote nicht mal mehr anschneiden und einen weiteren Tag darauf eigenet es sich hervorragend als Hammer.

Am besten schneidet man das Brot am Backtag in Scheiben und friert sie ein, im Toaster werden sie wieder lecker knusprig.
Dieses Brot allerdings gehört zu meinen absoluten Lieblingen. Es kommt nicht nur ohne Hefe aus, sondern hält auch mindestens 4 Tage und bleibt herrlich saftig! Ab dem zweiten Tag wickel ich es meist in Alufolie ein und stelle es in den Kühlschrank, aber es bleibt auch so frisch. Probiert es aus!

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Saftiges Buchweizenbrot

  • 400 gr Buchweizenmehl
  • 3 EL Stärke
  • 2 Tl Guarkernmehl
  • Salz
  • Sprudelwasser
  • 1 EL Öl
  • Gewürze nach Gusto
  • 2 TL Backpulver

Das Mehl, die Stärke und das Guarkernmehl mit dem Salz vermengen und mit dem Sprudelwasser zu einem glatten Teig mixen. Ich geben hier extra keine Menge an, da Buchweizen immer total unterschiedlich auf Wasser reagiert! Mal reichen 500 ml, mal müssen es 700 ml sein. Probiert es aus, zu viel ist nicht schlimm!!

Nun muss der Teig mindestens 2 Stunden ruhen.


Jetzt könnt ihr Leinsamen, Sonnenblumenkerne oder ähnliches dazugeben, ebenso wie Brotgewürz, das Brot schmeckt aber auch prima ohne. Für die Puristen unter euch 🙂


Den Backofen auf 210° Ober und Unterhitze vorheizen und eine feuerfeste Form mit Wasser auf den Boden des Ofens stellen.
Zu dem Teig kommt nun das Öl und noch mal Sprudelwasser, bis der Brotteig eine Rührkuchenteigkonsitenz erreicht hat. Nun wird das Backpulver untergerührt und das Ganze sofort in eine Kastenform gefüllt und im Ofen für ca. 60 Minuten gebacken.

Ganz auskühlen lassen und genießen!!
Guten Appetit!

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