Streuselschnecken

Streuselschnecken. Wenn ich an Streuselschnecken denke, sehe ich in meinem inneren Auge sofort meinen Mann, meinen (vergangenen) Babybauch und das wunderschöne Potsdam. Denn mein Mann aß quasi (gefühlt) täglich eine, mit Pudding gefüllte Streuselschnecke. Diese war weder glutenfrei, noch vegan, so dass ich nie in den Genuss dieses Monsters gekommen bin. Aber sein Gesichtsausdruck sprach Bände. Ach was war das für eine schöne Zeit!

Seit wir nicht mehr in Potsdam wohnen, gibt es keine Streuselschnecken mehr.

Sicher, es gibt vergleichbares Hefegebäck beim Bäcker, aber die Bedeutung ist einfach nicht mehr die gleiche. Ja, das ist albern, aber so ist es nun mal.

Als ich ihn dann gestern, aus einer ungewöhnlichen Backlaune herraus fragte, ob er lieber Käsekuchen oder den Versuch einer Streuselschnecke haben möchte, musste er nicht wirklich lange überlegen.

Ehrlich gesagt stehe ich mit Hefe ziemlich auf dem Kriegsfuss, den hier ist der Luftdruck nicht gerade back freundlich… nett ausgedrückt. Es kann also sein, dass ihr mit weniger Hefe auskommt!
Und noch ehrlicher, hab ich keine Ahnung von Hefeteilchen!! Weder habe ich je eines gegessen, noch gebacken. So bin ich etwas unbedarft an meine Kitchenaid gegangen und habe wild Dinge zusammen geworfen, die entweder weg mussten, wie der Seidentofu, oder die meiner Meinung nach in einen Hefeteig gehören (Hefe 😉 )

Heraus kamen wirklich leckere Streuselschnecken, auch wenn ich sie ein bisschen zu lange im Ofen hatte. Und endlich konnte ich sie auch mal genießen! Vielleicht gibt es sowas jetzt häufiger, mir schweben nämlich leckere Amerikaner im Kopf rum. Also, das Gebäck, nicht das Volk…

Wer kein Quittengelee hat, kann sicher auch geschmolzene Alsan nehmen. Und anstelle des Quinoamehls kann man problemlos nur Reismehl benutzen.

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Streuselschnecken

für 5 mittelgroße Teilchen

  • 200 gr Seidentofu
  • 1 Cup Reismehl
  • 1 Cup Maisstärke
  • 1 Cup Quinoamehl
  • 1 Cup Kartoffelmehl
  • 1 Tl Guarkermehl (klappt auch ohne, aber mit wird es saftiger)
  • 1/2 Cup Rohrzucker
  • 1 El Trockenhefe + 1 El Zucker
  • 50 ml warme Pflanzenmilch (ich hatte Reismilch)
  • 1 El Alsan
  • Prise Salz

Für die Streusel

  • 1/2 Cup Reismehl
  • 1/2 Cup Maisstärke
  • 1/2 Cup Rohrzucker
  • 1-2 El Alsan zimmerwarm
  • Quittengelee zum bestreichen

Puderzuckerguss

  • 5 El Puderzucker
  • 1 Tl Zitronensaft

Die Pflanzenmilch in einem kleinen Topf erwärmen, bis siehandwarm ist. Nun den Zucker einrühren, die Hefe hinzu geben und 10 Minuten gehen lassen.

Den Seidentofu pürieren und den El Alsan vorsichtig schmelzen lassen. Die verschiedenen Sorten Mehl und Stärke in einer großen Rührschüssel vermengen. Die „Hefe-Milch“ hinzugeben und vermengen, den Seidentofu und die Alsan dazugeben, weiter rühren und zum Schluss das Salz und den Zucker hinzugeben. Alles zu einem klebrig, festen Teig verrühren und etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen. Ich decke die Schüssel immer mit Klarsichtfolie ab, das hält die Wärme und dieFeuchtigkeit. Und ist die einzige Berechtigung die Klarsichtfolie bei mir hat…

Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen. In einer Schüssel die Zutaten (außer dem Quittengelee) für die Streusel vermengen und zerkrümeln.

Den gegangen Teig in etwa 5 gleich große Teilchen teilen und ohne viel kneten zu handdicken „Tellern“ formen. Das Quittengelee kurz erhitzen, bis es wieder flüssig ist und auf jedem Teilchen verstreichen. Die Streusel gleichmäßig verteilen und ein bisschen andrücken.

Im heißen Ofen für etwa 15 Minuten goldbraun backen und am besten noch heiß mit dem Puderzuckerguss überziehen.

Wie jedes Hefegebäck schmeckt es frisch am besten. Mein Mann empfiehlt, die Teilchen mit Vanillepudding zu füllen und NOCHMAL mit Puderzucker zu bestreuen… und der Mann hat recht… es schmeckt himmlisch…

Guten Appetit! IMG_0240IMG_0273

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2 Kommentare

  1. Christine · · Antwort

    Hallo!
    Ich hab deinen Blog erst vor kurzem entdeckt und bin ganz begeistert. So schöne Rezepte und Fotos! Gestern gabs bei uns die Linsenbratlinge, ganz großer Erfolg!
    Ein kleiner Tip, wenn du möchtest: ich decke Hefeteig immer mit einem mit heißem Wasser getränkten (und ausgewrungenen) Küchentuch ab und stelle die Schüssel in den Ofen. Bei mir geht der Teig so immer ganz toll auf.
    Danke für so viele tolle Rezepte unf beste Grüße, Christine

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    1. Hey!!
      Vielen Dank für die lieben Komplimente! Ich freu mich sehr, dass euch die Linsenbratlinge geschmeckt haben 😉
      Das mit dem Küchentuch ist ein Versuch wert, aber in zwischen habe ich den Hefeteig besiegt 😉
      Alles Liebe!

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