Hamburger oder auch Fastfood in slow

Mädls, packt die Waage weg und die Jogginghose raus, heute wird geschlemmt. Denn heute gibt es Burger!

Fettig, dekadent und richtig lecker!

Ein Burger ist nur so gut wie sein Fundament, das Brötchen, auch Bun genannt. Das schmeckt im Original leicht süßlich, hat keine feste Kruste und sollte im Idealfall auch nicht zerfallen. Quasi, fluffiges Weißbrot mit Sesam bestreut.

Die Brötchen wurden perfekt. Fluffig, süß, Standfest und etwas gesünder als ihr glutenhaltiger Weißmehl Bruder. Jedoch sättigen sie auch deutlich besser! Ich konnte nur einen essen und der Mann hat nur 2 geschafft. Kein Fastfoodkoma, mit „Ich-habe-60-Minuten-später-wieder-Hunger-Garantie“, sondern ein „Ich-bin-satt-Feeling“ bis zur bett-geh Zeit.

Der Buger an sich war eine spontane Liaison von Räuchertofu und Sojaschnetzel, eine sehr gelungene Liebesbeziehung. Der Räuchertofu wurde von mir gerieben, da mir das zerkrümeln zu unregelmäßig war. Ich war erst mal ziemlich skeptisch, ob die Burger auch eine gute Konsistenz bekommen, aber auch das hat super geklappt. Durch das Leinsamen“ei“ hält es super zusammen und das Kichererbsenmehl bindet die Masse zusätzlich. Kalt schmecken sie sogar noch ein bisschen besser, also nicht verzagen, wenn ein paar übrig bleiben!

Es gibt nur noch zwei Dinge, die ihr zu den nachfolgenden Rezepten wissen müsst.

  1.  Es braucht Zeit
  2.  Wenn der Mann beim Essen mit seeligem Blick ins Ferne starrt, ist das nicht pathologisch! Das muss so.

Wenn er hinterher von Mc Vegan träumt (als Omnivor) dann darf er dass auch 🙂

Und jetzt, machen wir uns alle glücklich und schwelgen im Burgerparadies, ganz ohne gluten und Tier! IMG_0071

Hamburgerbrötchen

ergibt 6 Stück

  • 2 Cup Kartoffelmehl (nicht die Stärke!!)
  • 1 Cup Amaranthmehl
  • 1+1/2 Cup Hirsemehl
  • 1+1/2 Cup braunes Reismehl
  • 1 El Guarkernmehl
  • 1 El Amaranthflocken (klappt sicher auch mit Hirseflocken)
  • 1 El Flohsamenschalen
  • 2 El Rohrzucker
  • 1 El Öl
  • 1 El Essig
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 1 Tl Salz
  • 1 El Zuckerrübensirup
  • ca. 250 ml heißes Wasser
  • Ein „Leinsamenei“ (1 El Leinsamenmehl und 5 El heiße Wasser vermengen und 10 Minuten quellen lassen)

Die Mehlsorten (auch das Guarkernmehl), mit den Amaranthflocken und den Flohsamenschalen, in einer großen Rührschüssel gründlich vermengen. In einer Tasse den Zucker mit etwa 50 ml heißem Wasser vermengen, die Hefe dazugeben und 10 Minuten stehen lassen, bis die Hefe Blasen wirft. In der Zwischenzeit kann man auch das „Leinsamenei“ quellen lassen.

Die Hefe und das „Leinsamenei“ zu dem Mehlmix geben und mit 100 ml heißem Wasser verquirlen. Ich benutze dazu immer meine Kitchenaid, aber ein Handmixer mit Quirlaufsatz klappt genauso.

Das Öl, den Essig, das Salz und den Zuckerrübensirup langsam dazugeben und die letzten 100 ml Wasser hinzugeben. Nun den Teig für mindestens 10 Minuten kräftig verquirlen, bis ein klebrig-zäher, fester Teig entstanden ist. Am besten schabt man noch mit einem Teigschaber den versprengten Teig von der Schüsselwand ab, damit man eine homogene Masse hat. Dann die Schüssel mit Klarsichtfolie abdecken und an einem warmen und nicht zugigen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen.

Den Ofen auf 200° Ober und Unterhitze vorheizen.

Den Teig zu 6 gleichgroßen Kugeln formen. Dass klappt am besten mit feuchten Händen und ein bisschen Übung, wichtig ist nur, das der fluffige Teig nicht zu sehr zusammen gepresst wird, sonst gibt es Steinsemmel. Die Semmeln noch einmal mit Wasser bestreichen, mit dem Sesam bestreuen und für 15 Minuten im Ofen goldbraun Backen. Bevor die Buns als Hamburger verspeist werden können, müssen sie unbedingt ganz abkühlen!!

Wie immer kann man die Hamburgerbrötchen auch einfrieren oder in einer Frischhaltebox bis zum nächsten Tag aufheben.

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Hamburger

ergibt 6 Stück

  • 60 gr feine Sojaschnetzel (meine waren vom DM)
  • einen El Gemüsebrühepulver
  • 100 gr Räuchertofu (gerieben)
  • ein „Leinsamenei“ wie oben beschrieben
  • 1 El Kichererbsenmehl
  • 50 gr hartes Brot (mit dem Standmixer zerhäckselt)
  • eine halbe Zwiebel (fein gehackt)
  • je einen El mittelschaften Senf, Tomatenmark, Ketschup und vegane Steaksoße
  • Je 1 Tl Paprikapulver, Salz, Pfeffer, Thymian und Cayennepfeffer
  • viel Schmackes in den Oberarmen und noch mehr Kokosfett zum ausbraten

Die Sojaschnetzel mit der Gemüsebrühe mischen und mit kochendem Wasser bedecken. Das ganze gut 30 Minuten quellen lassen, in ein Mulltuch oder Küchentuch abgießen und gründlich ausdrücken. Mit den restlichen Zutaten vermengen und alles zu einer homogenen Masse verkneten. Dafür den Schmackes in den Oberarmen benutzen!!

Eine Pfanne mit reichlich Kokosfett auskleiden und richtig heiß werden lassen. Die Hamburgermasse in 6 gleichgroße Burger formen und in die Pfanne geben. Nun die Herdplatte auf mittlere Temperatur stellen und die Burger etwa 10-15 Minuten von jeder Seite braten. Die fertigen Burger auf Küchenkrepp abtropfen lassen und sich die Burger mit reichlich Ketschup, Essiggurke, Tomate, Zwiebel und Salat seelig zu Munde führen.

Wir hatten dazu noch Ofenkartoffeln und Zwiebelringe 🙂

Guten Appetit!!

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