Glutenfreie Bezeln

Wer kennt sie nicht. Die Brezel.

Das knusprige Laugengebäck ist der Verkaufsschlager hierzulande und besonders Kinder lieben sie heiß und innig.

So auch meine Tochter, die sich schwer in die „Beze“ verliebt hat. „Beze“ ist immer willkommen und ich kann sie gut verstehen.

Leider sind die glutenfreien Brezen im Reformhaus so teuer, dass man sich diesen Luxus nicht oft leisten kann. Wie leider viele glutenfreie „Ersatzprodukte“.

Da wir sie aber so gerne essen, suche ich schon lange nach einem einfachen, guten und gelingsicheren Rezept. Jedoch möchte ich, wie sonst eben auch, auf fertige Mehlmischungen verzichten und ALLE Bestandteile meines Essens kennen.

Und ja, ich glaube hier ist es. Das ultimative, glutenfreie Brezen Rezept, dass wirklich immer gelingt und dem Original sehr nahe kommt. Der Teig muss 2x Ruhen, aber durch das zweite Ruhen wird das Kochen der Brezen deutlich einfacher.

Brezen kann man einfach immer essen! Morgens, mittags, abends, zwischendurch, beim Lernen, in der Uni, einfach überall!!! Und diese sind wirklich ausgesprochen lecker 😉 (Eigenlob und so ;)) Probiert es einfach aus!

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Laugenbrezeln 

ca. 8 große oder 12 kleine Brezen 

  • 100 g Amaranthmehl
  • 100 g Hirsemehl
  • 100 g Reismehl (weiß oder braun)
  • 100 g Kartoffelmehl
  • 100 g Maisstärke
  • 1 El Guarkernmehl
  • 1-2 El Flohsamenschalen
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 2 El Agavendicksaft
  • ca. 250 ml heißes Wasser
  • 1 El Öl
  • 1 El Apfelessig
  • 1 Tl Salz plus Salz zum bestreuen
  • 1 Beutel Kaisers Natron

Den Agavendicksaft mit 20 ml heißem Wasser verrühren, die Hefe einstreuen und 10 Minuten gehen lassen.

Die verschiedenen Mehlsorten, die Flohsamenschalen und das Guarkernmehl gründlich vermischen und mit der gegangenen Hefe, dem restlichen Wasser, dem Salz, dem Essig und dem Öl zu einem sehr klebrigen Teil verkneten. Der Teig darf nicht mehr von einem Löffel gleiten! Mit Folie abdecken und etwa eine Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Den gegangen Teig in 8 oder 12 gleiche Teile teilen und jedes Teil zu einer Brezel formen. Das bedarf zwar etwas Übung, aber klappt ganz gut! Ich empfehle, die Teiglinge nur kurz zu rollen und auch nicht zu dünn, sonst gehen alle Luftblasen aus dem Teig oder er zerbricht beim Kochen.

Wenn alle Brezen geformt sind, kommen sie für mindestens 15 Minuten in den Kühlschrank.

Den Backofen auf 230° Umluft vorheizen und in einem Topf etwa 2 Liter Wasser zum kochen bringen, die Temperatur herunterdrehen und das Natron GANZ LANGSAM einstreuen. Das Wasser darf nicht mehr kochen, sonst reagiert das Natron zu heftig!

Die Brezen aus dem Kühlschrank holen und einzeln für etwa 15 Sekunden von jeder Seite in der Natronlauge baden lassen. Gut abtropfen lassen und auf ein Backblech mit Backpapier lege. Wer möchte, kann die Brezen jetzt mit Salz, Sesam, Mohn oder anderen Kernen bestreuen.

Sobald ein Blech voll ist, kommt es für etwa 13 Minuten in den heißen Ofen. Kurz abkühlen lassen und genießen!!

Man kann die Brezen super einfrieren und bei Bedarf kurz im Ofen aufbacken lassen, so machen wir das immer 🙂

Guten Appetit!!

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Nach dem Gehen im KühlschrankIMG_0588Im Kochtopf

IMG_0599Fertig 😉

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13 Kommentare

  1. […] passt frisch gebackene Breze oder auch leckere […]

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  2. OmG… Brezel…. wie ich die vermisse. Ich glaube die muss ich testen. Die kann man sicher gut einfrieren, oder?

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    1. Die kann man ganz prima einfrieren, sobald sie ausgekühlt sind!

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      1. Ich glaub, Ostern gibt’s Brezel… yammiiii…. Hach und Brezel desto 💕

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      2. Knödel

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  3. Wow, das ist ja der Hammer. Hut ab!

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    1. Dankeschön!

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  4. Wow wie toll! Danke für dieses Rezept! Meinst du mit „Kartoffelmehl“ normale Kartoffelstärke (wie Maisstärke)?

    Und übrigens: Deine Seite ist wirklich toll und deine Rezepte klingen sehr vielversprechend! Dass du glutenfrei bäckst finde ich darüber hinaus einfach top! Damit habe ich nämlich selbst nicht so viel Erfahrung 😉

    Süße Grüße
    SCHNITTE

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    1. Ohh danke für das liebe Kompliment! Da freue ich mich sehr!
      Ja, unter Kartoffelmehl verbirgt sich eigentlich Kartoffelstärke, aber im Handel bekommt man eigentlich nur Kartoffelmehl.
      Na mir bleibt ja auf Grund der Zöliakie gar nichts anderes übrig, als glutenfrei zu backen 🙂
      Alles Liebe!

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  5. […] wieder probieren zu müssen, zahlt sich endlich aus. Tahin ist immer lecker, auf dem Bagel, auf der Breze, auf dem Wrap und sogar in der Suppe. Sesam ist übrigens ein Top Calziumlieferant! Mit 780 mg […]

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  6. Amelie · · Antwort

    Hallo, ich wollte das Rezept heute ausprobieren, jetzt hab ich aber ein paar fragen: man soll ja die Hefe in Agavendicksaft und 20ml Wasser auflösen. Sind diese 20ml schon in den 250ml Wasser mit ein berechnet oder sind die nochmal extra? Kann ich das amarantmehl auch durch etwas anderes ersetzen, bei den laugebstangen hast du ja hin geschrieben das das geht? Wenn ja was eignet sich da am besten? Und gibt es eigentlich einen großen unterschied zwischen den beiden Rezepten? Puhh das sind jetzt ganz schön viele fragen, würde noch freuen wenn du antwortet 😀

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    1. Hallo 😉

      Also du kannst jedes Mehl nehmen, solange du dann 300 Gramm Mehl und 200 Gramm Stärke hast. Am besten schmeckt die Kombination Reis und Hirse. Die Hefe muss nicht vorgehen, die Brezen gehen trotzdem auf. Statt Agavendicksaft geht natürlich auch Zucker. Und beim Wasser würde ich ein wenig mehr nehmen, als im Rezept steht, dass muss ich nochmal ändern. Ich hoffe ich habe nichts überlesen! Sonst einfach noch mal fragen.
      Alles Liebe Lucy

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      1. Amelie · ·

        Oh die Antwort kommt aber schnell 🙂
        Vielen Dank<3 ich werde mich jetzt mal dran wagen ;D und dann später berichten wie sie geworden sind

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