Bayrisches Kartoffelgröstel

Manchmal muss es ja wirklich schnell gehen. Kind aus der Kita holen, Heim fahren, kochen, essen, Bett. Zumindest subjektiv kommt nach Essen Bett, das Kind sieht das leider etwas anders. Das Schlafbedürfnis meiner Eineinhalbjährigen ist quasi nicht existent. Meines jedoch schon, was manchmal zu diversen Meinungsverschiedenheiten führt. Besonders abends, wenn meine innere Uhr auf „Schlafenszeit Kind“ gestellt wurde, den dies sind wertvolle Stunden für mich, die ich (theoretisch) gerne für die Uni nutze.

Vollzeitstudium mit Kind gleicht eher einer 90 Stundenwoche als 450 Euro Jobber. Netto kommt nie das raus, was brutto reingesteckt wird. Nun ja, ich mach das Ganze ja freiwillig, was mein Zeitkonto (und meine Dozenten) leider herzlich wenig interessiert. Zudem stell ich jeden Tag fest: GEHT JA DOCH. Irgendwie.

Die Tatsache, das ich als studierende Mama erfolgreicher durch die Prüfungen gegangen bin, als manch kinderloser Kommilitone, spricht eindeutig für mein Zeitmanagement.

Zeitmanagement… da war doch was.

Genau! Zeitsparen! Das Motto des heutigen Gerichts!

Die Kartoffel wird ins Zentrum gerückt, den die eignet sich hervorragend zum vorkochen und wird so in Windeseile zum leckeren und sättigen Hauptgericht. Durch Möhre, Zwiebel und Räuchertofu gewinnt das Geröstl noch an Frische, Eiweiß und Pfiff und ist wirklich schnell gekocht. Zeitmanagementstreber haben noch die Zeit, auf dem herzhaften Pfannengericht ein bisschen Kerbelgrün zu drapieren.

Alle anderen, essen es eben ohne. Oder streuen keck Petersilie drauf.

Die Informatikstudenten unter euch, dürfen auch Ketchup dazu essen… 🙂 und hier ist das Rezept!

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Bayrisches Kartoffelgröstl

für zwei Erwachsene und ein Kleinkind

  • 750 gr gekochte Pellkartoffeln
  • 4 große Möhren
  • 2 Zwiebeln
  • 200 Räuchertofu
  • je 1/2 Tl Majoran, Currypulver, Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Thymian
  • 2 El Rapsöl

Die Möhren und die Zwiebel in etwa gleichgroße, mittelgroße Stücke schneiden und in einer heißen Pfanne im Öl kräftig anbraten. Während dessen, die Kartoffeln pellen und ebenfalls in mittelgroße Stücke schneiden. Ebenso mit dem Tofu verfahren.

Den Tofu und die Kartoffeln zu den Möhren und Zwiebeln in die Pfanne geben und bei mittlerer Hitze anbraten, bis alles deutlich Farbe genommen hat. Mit den Gewürzen abschmecken und nach Geschmack noch mit Kerbel bestreuen.

Guten Appetit!

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2 Kommentare

  1. mohrblog · · Antwort

    Da mein Antrag auf einen 48-Stundentag noch nicht von den Göttern genehmigt wurde, bin ich auch immer superdankbar für schnelle Gerichte, die aber trotzdem gut und vollwertig sind. „Kartoffelgröstl“ punkten ja schon alleine durch den witzigen Namen 😉

    Wenn ich gerade so drüber nachdenke, kann ich mir gar nicht vorstellen, wie Kerbel schmeckt…da muss ich später mal auf dem Markt schauen ob ich „sowas“ finde. Muss gestetet werden 😉

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    1. Eine Kerbelunwissende???? Herrliches Kraut, besonders als Suppe.Kerbel kann man übrigens prima auf dem Balkon ziehen, sogar im Winter!
      Ich hoffe es schmeck 😉

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