Buchweizenspätzle mit Kokoslinsen

Linsen mit Spätzle scheint der Inbegriff der schwäbischen Küche zu sein. Seit ich in Baden-Württemberg wohne, werde ich an jeder Ecke mit diesem Gericht konfrontiert und meine Neugierde wuchs. Irgendwas muss es ja haben, das schwäbische Nationalgericht. Spätzle sind ja sowieso omnipräsent. Der gemeine Schwabe (und Badener) isst Spätzle quasi täglich. Zumindest scheint es so. Ich habe ernsthaft schon Spätzle im Döner gesehen. IM DÖNER!!!!!

Also habe ich beschlossen, im Rahmen meiner Migration, dass ich es ausprobieren muss, das schwäbische Ur-Gericht. Und das habe ich. Und wisst ihr was? Es war der Hammer!!

Zugegeben, es ist völlig anders, als das Original und ich bin mir sicher, dass sich die Erfinderin im Grabe herumrollt und die gute, schwäbische Hausfrau würde die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Aber es lohnt sich 😉

Die Spätzle werden durch das Buchweizemehl werden nicht sehr hübsch, schmecken dafür nussig und haben etwas „Biss“. Und die Linsen, meine Güte, ich bin so verliebt in diese Kombination!! Braune Linsen mit Kokosmilch und einem Klecks Mandelmus. Ich musste den Topf schwer verteidigen, so gierig waren Mann und Kind. Wir lieben Linsen sowieso heiß und innig, diese kleinen Eiweißbomben.

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Ein neues Soulfood war geboren und ich kann nicht versehen, wie ich je ohne Linsen mit Spätzle leben konnte!! Soulfood mus man in meiner Welt mit dem Löffel essen können und glaubt mir, je größer der Löffel, desto besser!

Seither habe ich es schon so oft gekocht und immer wieder vergessen, dieses Gericht zu bloggen. Optisch sind die Dinger ja auch echt nicht der Hammer 🙂 Das soll sich jetzt ändern, den das Rezept ist weder schwer noch besonders zeitaufwändig, auch wenn es auf den ersten Blick so scheint

Die Flohsamenschalen müssen nicht zwangsläufig rein, aber ich gebe sie einfach gerne hinzu um den Ballaststoffanteil etwas zu erhöhen. Übrigens gibt es Flohsamenschalen recht günstig im DM und sind in der glutenfreien Küche wirklich praktisch.

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Kokoslinsen 

für 4 hungrige Esser

  • 200 gr braune Linsen
  • 1 kleine Zwiebel
  • 700 ml Wasser
  • 1 El Alsan oder Öl
  • eine Dose Kokosmilch
  • 1 El Brühe
  • 2 El Mandelmus oder Erdnussmuss
  • 1 Tl Majoran
  • Pfeffer
  • ein Lorbeerblatt

Die Zwiebel fein würfeln und in einem großen Topf mit der Alsan kräftig anbraten, die gewaschenen Linsen dazu geben und mit dem Wasser auffüllen. Das Lorbeerblatt, sowie die Brühe dazugeben und alles kurz aufkochen lassen. Die Kokosmilch dazugeben und ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen gar sind. Zum Schluss das Mandelmus oder Erdnussmus dazu geben, mit dem Majoran und dem Pfeffer abschmecken, noch einmal kurz aufkochen lassen und servieren.

Glutenfreie Spätzle

Für 4 Hungrige 

  • 200 gr Buchweizenmehl
  • 150 gr Hirsemehl
  • 1 El Flohsamenschalen
  • 1 Tl Johannisbrotkernmehl
  • Je 1 Tl Salz, Pfeffer und Oregano
  • eine Prise geriebene Muskatnuss
  • 470 – 500 ml kaltes Wasser

Alle Zutaten vermengen und mit dem Handmixer mixen, bis ein sehr zäher Teig entstanden ist. Den Teig mindestens 10 Minuten ruhen lassen und erneut mit dem Löffel mixen. Die Konsistenz sollte wie beim normalen Spätzleteig sehr fest sein.  Bei Bedarf einfach noch ein bisschen Mehl dazu geben.

Einen großen Topf Wasser zum kochen bringen, salzen und die Spätzle mit einem Spätzlebrett oder Hobel portionsweise in das köchelnde Wasser geben. Bei der ersten Portion einfach gucken, ob der Teig fest bleibt oder noch etwas Mehl braucht.

Die Spätzle etwa 2 Minuten im Wasser lassen, abschöpfen und in eiskaltem Wasser abschrecken. Die abgeschreckten Spätzle in ein Sieb geben und gut abtropfen lassen. Das verhindert das unschöne Zusammenkleben.

Wenn der gesamte Teig wie beschrieben bearbeitet wurde, können alle Spätzle noch einmal kurz ins Wasserbad und nach dem Abschütten mit den Linsen heiß servieren!

Guten Appetit!

TIPP: Die Spätzle lassen sich auch gut einfrieren!

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