Polentapizza

Ja ich weiß. Es gibt gefühlt unendlich viele Polentapizzarezepte im Internet. Mit egal, jetzt gibt´s eins mehr! Einfach, weil es so schön einfach ist. Die Polenta ist schnell gekocht oder kann sogar Morgens, Nachts, Mittags vorbereitet werden, das Gemüse ist auch fix geschnippelt und den Hefeschmelz kann man auch weg lassen. Für die ganz Hungrigen. Und am nächsten Tag, kann man die Reste auch noch mitnehmen. Perfekt also, wenn man einem Kleinkind das Kita-Mittagessen mitgibt.

Das ist nämlich gar nicht immer so leicht, den vieles schmeckt aufgewärmt irgendwie komisch und verändert im schlimmsten Falle auch noch seine Konsistenz zu „nicht-essbar“. Und Kleinkinder gehören ja bekanntlich zu den größten kulinarischen Kritikern und verzeihen wenig Abweichung vom Gewohnten. Quasi kleine Standartabweichungsermittler. Alles außerhalb wird abgelehnt, kommt dazu noch eine „ich esse nur Dinge mit Soße“ Phase, muss man als Mama doch ganz schön erfinderisch werden.

Damit der Mittagstisch nicht zum russisch Roulette wird, kommt unter der Woche meinst Soße mit Getreide in die Lunchbox der Tochter. Am liebsten Hirse, gefolgt von Quinoa und Vollkornreis, dazu eine Soße aus Gemüse und Nussmus und manchmal Räuchertofu. Nudelauflauf und Linsenbratlinge mit Kartoffelpüree sind auch gerne gesehen und sorgen für ein bisschen optische Abwechslung, aber ich wäre um ein bisschen mehr Vielfalt nicht böse. Auch wenn es nie das gleiche gibt, es sieht fast immer gleich aus… Gähn…

Trotzdem wäre das Kita-Essen keine Alternative, den dort ist überall Weizen und Milch enthalten. Und diverse E Nummern…

Somit bin ich wirklich sehr froh, über diese Regelung und mir macht es auch nichts aus, ihr das Mittagessen mitzugeben.

Kommen wir zurück zur Polenta. Dieser Maisbrei muss irgendwo in meinen Genen verankert sein, als kollektives Familengedächtnisessen. Eigentlich ist Polenta ein Armeleute-Essen aus Italien und Rumänien, gewinnt aber auch in Deutschland immer mehr Aufesser. Vermutlich kommt meine Affinität zu dieser köstlichen Pampe von meiner Oma, der man ihre Zigeuner Wurzeln tatsächlich an der Nase ansehen konnte. 🙂
Aber auch ohne Abstammung aus Transilvannien (Moment, ist Vampirismus vegan??? ) oder lustigen Nonna sollte man Polenta unbedingt futtern!

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Polentapizza

Für 2 Erwachsene und 2 Kleinkinder

  • 200 gr Polenta (Maisgrieß)
  • ca 500 ml Wasser
  • 1 El Gemüsebrühe
  • Pfeffer
  • 2 El Hefeflocken
  • 1 El Alsan oder Olivenöl
  • ca 300 gr Gemüse (Zucchino, Aubergine, Paprika, Brokkoli, Mais, Zwiebeln ect.)
  • 150 ml Tomatensoße z.B Hier

Für den Hefeschmelz

  • 1 El Alsan oder Öl
  • 1 Tl Speisestärke
  • 180 ml Sojamilch oder Reismilch
  • 1 Tl Senf
  • Pfeffer, Salz, Paprikapulver nach Geschmack
  • 2 El Hefeflocken (bei Gedarf natürlich mehr)

In einem großen Topf das Wasser mit der Brühe zum köcheln bringen, die Polenta einrühren und etwa eine Minute kräftig rühren, dann die Temperatur herunter drehen und weitere 5 Minuten rühren. Den entstandenen Polentabrei auf ein, mit Backpapier ausgelegtes Backblech steichen und abkühlen lassen. Mein Tipp: das Backpapier dünn mit Öl einpinseln und die Polenta nicht zu dünn ausstreichen!

Die Abgekühlte Polenta mit der Tomatensoße bestreichen und mit buntem Gemüse belegen. Für den Hefeschmelz werden in einem kleinen Topf die Alsan oder das Öl erhitzt, die Speisestärke eingerührt und mit Sojamilch abgebunden, währenddessen immer fleißig rühen, sonst gibts Klumpen! Mit dem Senf, Pfeffer, Salz und Paprika würzen, die Hefeflocken dazu geben und bis zur gewünschten Konsistenz eindicken lassen.

Die Pizza mit dem Hefelschmelz bestreichen und am besten immer ein bisschen mit der Soße vermengen. Nun kommt die Polentapizza für etwa 20 Minuten bei 180° Ober und Unterhitze in den Ofen.

Kurz abkühlen lassen und genießen!

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2 Kommentare

  1. Finde ich auch total, ob es davon schon viele Rezepte im Internet gibt. Dann könnte man ja nichts mehr posten. Ich liebe kalte Polenta und brate die Reste immer an. Pizza have ich damit noch nie gemacht und werde das vielleicht am Wochenende mal ausprobieren.

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  2. Gut so! Ich lese gerne auch dein Polentapizza-Rezept

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