Gemüsecremesauce auf Nussbasis

Wusstet ihr, wie wichtig Gemüse für die Gesundheit ist?

Vermutlich, denn ihr seit irgendwie auf diesen Blog gelangt und seit daher entweder Zöliakie-Betroffener oder Vegan/ Vegetarisch-Lebend oder sogar beides. Und damit seit ihr, vermutlich, an einer gesunden, pflanzenbasierten Ernährung interessiert. Und dass ist auch gut so!

Gemüse ist in unserer Gesellschaft absolut in den Hintergrund geraten und leider geben wir unseren Gemüsemuffeligkeit auch an die nächste Generation weiter, die teilweise jetzt schon, schwer an ihrem Übergewicht zu tragen hat.Sicher, jedes Kind mag Pommes und sollte die auch ab und an (!!) essen, aber als Bestandteil der täglichen Ernährung, finde ich Convenience und industrielles Fast Food einfach Fehl am Platz.

Aber wie sollen wir unseren Kindern Genuss und Freude an natürlichen, frischen und unverarbeiteten LEBENsmitteln vermitteln, wenn wir selber so weit von einem natürlichen Essverhalten entfernt sind? Und ich spreche hier nicht explizit vom Veganismus, sondern von einer Ernährung mit einem hohen Anteil an Obst und Gemüse. In Deutschland werden gerade einmal 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag empfohlen. Im Europäischen Ausland  (Frankreich z.B.) werden 10 !!ZEHN!! Portionen Obst und Gemüse täglich empfohlen!

Eigentlich versuche ich ja auf dem Blog den Veganismus nicht als brillante Lösung für alles anzupreisen, denn ich finde, der Veganismus ist eine Lebenseinstellung, die man niemandem aufzwingen sollte.

Aber als ich letztlich diese Dokumentation ( leider funktioniert der Link nicht, es handelt sich um die Dokumention „Was uns wirklich nährt“ vom RBB und ARD, zu finden auf YouTube) sah, wurde mir wieder einmal bewusst, wie sehr sich die Ernährung auf unsere Gesundheit und somit auch auf unsere Zukunft auswirkt.

Mich persönlich hat besonders die Wirkung von Obst und Gemüse auf Krebszellen getroffen, da ich meinen Papa vor nicht ganz 2 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung verloren habe.

Und so erklärt sich auch meine Motivation für eine gesunde, nährstoffreiche Ernährung, denn ich möchte alles in meiner Macht stehende tun, damit meine Tochter noch lange eine gesunde Mama an ihrer Seite hat.

Puh.. langer Text, der war gar nicht geplant 😉 aber mir ist das Thema einfach so unglaublich wichtig!

Wir versuchen täglich mindestens 10 Portionen Grün-und Buntzeug zu futtern und eigentlich ist das auch nicht so schwer. Zum Frühstück gibt es Obst ins Müsli oder Brot mit Rohkost und Obst, ab und an mal einen Smoothie. Vormittags gibt es wieder geschnittenes Obst und Rohkost, mit Trockenfrüchten oder Kichererbsen. Das bekommt meine Tochter auch mit in die Kita und meist ist die Dose auch leer. Mittags gibt es ja meistens das Abendessen von gestern, mit einem frischen Gemüsesalat und nachmittags Obstsalat, Milchreis mit Obst, Brezel mit selbst gemachten Gemüseaufstrich ect. Und abends ein warmes Gericht, bei dem Gemüse sowieso im Vordergrund steht.

Wer nun den Eindruck hat, wir wären den ganzen Tag am essen. Ja, Willkommen im Leben mit einem Kleinkind 😉

Heute zeig ich euch unsere Lieblings Gemüsecremesauce, ganz ohne Soja, weil auf Nussbasis! Das Gemüse ist total variabel und auch das Nussmus könnt ihr wählen, wie ihr gerade lustig seid oder was der Vorratsschrank zu bieten hat. Dazu essen wir am liebsten Hirse, es passt aber auch Vollkornreis, Quinoa und Buchweizen prima dazu!

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Gemüsecremesauce auf Nussbasis

für 2 Personen

  • 60 gr Cashews + 200 ml kochendes Wasser
  • 3 El Mandelmus
  • 600 gr Gemüse der Saison (Karotte, Zucchini, Kohlrabi, Süßkartoffel,ect)
  • 1 kleine Zwiebel
  • 1 El Hefeflocken
  • je 1 Tl Salz, Pfeffer, Thymian, Paprikapulver und Cajun-Gewürzmischung
  • 400 ml Wasser 
  • 1 El Rapsöl
  • 250 gr Hirse

Die Cashewkerne mit dem kochendem Wasser übergießen und für mindestens 2 Stunden quellen lassen.

Das Gemüse und die Zwiebel in wirklich kleine Würfel schneiden und mit dem Rapsöl in einer Pfanne kurz anbraten. Nun mit den 400 ml Wasser aufgießen und kurz köcheln lassen. Inzwischen die Cashewkerne mit dem Einweichwasser fein pürieren, das Mandelmus dazu geben und alles noch mal kräftig pürieren.

Die Hirse heiß waschen und nach Packungsanleitung kochen. (da gibt´s nämlich je nach Sorte Unterschiede!)

Das „Nusswasser“ nun zum Gemüse dazu geben und richtig köcheln lassen. Wenn die Sauce langsam bindet, kommen die Hefeflocken und die Gewürze dazu. Nach Geschmack abschmecken und bis zur gewünschten Sämigkeit einkochen lassen.

Mit der Hirse servieren und schmecken lassen!

Guten Appetit!

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9 Kommentare

  1. Schön geschrieben!! Es ist echt traurig wie wenig Obst & Gemüse gegessen wird, dabei schmeckt es so unglaublich gut! 🙂 Ich musste lange wegen meiner Fruktoseintoleranz darauf verzichten, daher weiß ich es jetzt umso mehr zu schätzen.

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    1. Danke schön!
      Ich hoffe du kannst inzwischen wieder alles essen! Eine Fruktoseintoleranz wäre wohl mein Untergang 😉
      Alles Liebe

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  2. Ein wichtiger Post. Ich wundere mich immer wie sehr andere Gemüse und Obst verschmähen, weil ich es schon immer geliebt habe. Ich habe auch als Kind schon alles gegessen, nur Maroni schmecken mir bis heute nicht;) Ich kenne deine Hintergrundsmotivation, ich habe meine Mutter vor 5 Jahren an Krebs verloren. Ich habe dann auch zu forschen begonnen und habe mich in die Materie eingelesen. Für mich war es ein mitgrund vegan zu werden…
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Es tut mir wirklich leid, dass du ähnliches erlebt hast. Für mich war es auch ein Mitgrund, mich wieder mehr auf eine gesunde Lebensweise zu konzentrieren.
      Toll, dass du Gemüse und Obst schon immer gemocht hast, dass hat deine Mama bestimmt gefreut 😉
      Alles Liebe!

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  3. Mich fasziniert auch, welche Wirkung bestimmte Nahrungsmittel auf Krebszellen haben….und dein Entschluss alles zu tun, um Deine Tochter aufwachsen zu sehen, verdient alle verfügbaren Sterne Ich habe meine mit 11 Jahren an Krebs verloren und weiß was das bedeutet……also ran an die 10 Portionen 🙂

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    1. Puh.. ich musste jetzt echt schlucken… sein Kind zu verlieren, dass muss das Schlimmste sein, was man erleben kann. Dein Verlust tut mir aufrichtig Leid.
      Noch ein Grund mehr, die 10 Portionen aufzuessen.
      Alles Liebe

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  4. Oh, ich hab mich unverständlich ausgedrückt. Meine Mutter ist gestorben, als ich 11 war.
    Ich meinte, dass es sehr wichtig für Deine Tochter ist, mit ihrer Mama aufzuwachsen.
    Meine Töchter leben Gott sein Dank alle noch 🙂
    Dir und Deiner Süßen auch alles Liebe

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    1. Ok, da hab ich was falsch verstanden. Schön, dass sich das als Missverständnis rausgestellt hat 😉

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  5. Ja echt ein Missverständnis! War so gerührt von Deiner Aussage, dass Du dafür sorgen willst, dass Deine Tochter lamg eine gesunde Mama an ihrer Seite hat. 🙂 …Guter Entschluss! 🙂

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