Glutenfreie und vegane Cookies

Oh Mann. Ich steh ja gar nicht so auf süßes Gebäck, aber bei Cookies werde ich schwach. Und wenn ich von Cookies rede, meine ich richtige Cookies, keine staubtrockenen Kekse!

Ein echter Cookie ist „chewy“, d.h. er ist weich und irgendwie knatschig und fällt noch auseinander wenn er gerade aus dem Ofen kommt. Ganz anders als der deutsche Keks. Und da ich in meiner Kindheit so viele Cookies gegessen habe, das ich locker dem Krümelmonster (dass jetzt Gemüse essen muss) Konkurrenz machen könnte.

Am liebsten waren uns Kinder immer die Chocolat Cip Cookies, gefolgt von den simplen Cookies mit Sprinkles drauf, also mit Steuseln. Ach da kommen Erinnerungen hoch 😉

Leider habe ich gefühlt ewig keine Cookies mehr gegessen, denn diese glutenfrei und vegan hinzu bekommen, ist mir lange nicht gelungen. Hier zeigt sich wieder, wie wichtig die Mehlsorte ist, die man verwendet. Mit Reismehl werden die Cookies kratzig und nicht wirklicht gut. Mit Hirsemehl werden sie matschig, Buchweizen hab ich nicht probiert, der ist mir viel zu dominant im Geschmack und über Amaranth hab ich gar nicht erst nachgedacht, den mag ich nämlich so pur gar nicht.

Also blieb Quinoa. Mit Quinoa hab ich bisher immer unglaublich feine Backwaren bekommen, die nicht penetrant nach dem verwendeten „Getreide“ schmeckt, sondern einfach nur „Mehl“ ist.

Mein Mann fragte mich allen ernstes, ob die glutenfrei sind, die schmecken gar nicht so. Mission accomplished 🙂

Leider ist Quinoa mit knapp 5 Euro pro 500 gr nicht sehr billig und als gemahlene Variante im Geschäft mit 12 (!!) Euro absolut unerschwinglich. Ich habe das Quinoa selbst gemahlen, in der Mühle klappt das unglaublich gut, es wird noch feiner als das gekaufte!

Runtergerechnet auf die verwendete Menge kostet das Mehl also knapp einen Euro. Eigentlich nicht viel, wenn man die Preise der auf dem Markt angebotenen glutenfreien Kekse vergleicht. Ausserdem gibt es die Cookies ja nicht jeden Tag, da kann man sich das schon mal leisten 🙂

Aber genug gequatscht, hier das Rezept.

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Glutenfreie und vegane Cookies

für etwa 25 Stück 

  • 100 g Quinoamehl
  • 55 gr Kartoffelmehl
  • 1 tl Johannisbrotkernmehl
  • 100 gr Rohrzucker
  • 100 gr weiche Alsan
  • 1 tl Weinsteinbackpulver
  • eine Prise Salz
  • 1 El Erdnussmus 
  • 2 El Leinsamenmehl + 5 El heißes Wasser

Das Leinsamenmehl mit dem Wasser vermengen und 10 Minuten quellen lassen.

Den Ofen auf 180° Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Das Quinoamehl mit dem Kartoffelmehl, dem Johannisbrotkernmehl, dem Salz und dem Backpulver gut vermischen. In einer Rührschüssel den Zucker gründlich mit der Alsan vermischen und das geqollene Leinsamenmehl und das Erdnussmus dazu geben. Alles richtig gut verrühren und langsam die gemischten trockenen Zutaten dazu geben. Noch einmal gut vermengen und nun etwa Teelöffel große Bällchen formen, auf das Backblech legen und mit einer Gabel platt drücken.

Die Cookies für etwa 7-8 Minuten backen lassen, rausnehmen und kurz warten und dann die noch sehr weichen Cookies auf einem Rost abkühlen lassen. Mit einem Glas Mandelmilch oder Sojamilch servieren und genießen!

Guten Appetit!

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7 Kommentare

  1. Sehr lecker und ich weis genau was du meinst, für mich muss ein Cookie auch chewy sein;) Die Kekse sehen super aus!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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    1. Ja der perfekte Cookie ist einfach chewy 🙂 Danke, die waren auch wahnsinnig gut!
      Alles Liebe!

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  2. Sie sehen so aus wie wenn sie nicht lange vorhanden sind

    Gefällt 1 Person

    1. Sie waren tatsächlich nicht lange vorhanden 😉

      Gefällt 1 Person

  3. Huhu,
    ich glaube, deine „Cookie-Einstellung“ ist mehrheitsfähig: Auch für mich muss ein Cookie „matschig-knetschig“ sein (auf gute Art und Weise, versteht sich ;-)). Mit Quinoa habe ich noch nicht gebacken, das ist eine ganz tolle Idee, denn Quinoa ist einfach u-n-f-a-s-s-b-a-r lecker. Buchweizen und Reismehl finde ich zum Backen auch gut, aber wie du schon geschrieben hast: Mehl ist nicht gleich Mehl, es passt nicht jedes Mehl zu jedem Rezept – da kann man sich beim glutenfreien Backen echt schnell auf den Hosenboden setzen, wie ich auch schon gemerkt habe *lach*…
    Liebe Grüße
    Kirschbiene (mit diversen Mehlsorten experimentierend)

    Gefällt 1 Person

    1. Also mit Quinoa backen ist einfach toll! Letztlich hab ich einen Streuselkuchen gebacken, der war auch super. Reismehl find ich oft so kratzig und Buchweizen hat eben diesen starken Nussgeschmack.
      Beim experimentieren braucht es echt Zeit und Glück, aber das wird schon 😉
      Alles Liebe!

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  4. Huhu,
    ich werde sicherlich demnächst mal ein paar Quinoa-Backversuche starten, Quinoa schmeckt ja so schon toll, das KANN in Gebäck und Kuchen ja nur fantastisch sein. Kaufst du das Mehl fertig oder mahlst du Quinoa selbst?
    Reismehl mag ich in kleinen Dosen übrigens ganz gern, wenn’s etwas „sandig-trockener“ sein soll – nur Reismehl wäre wahrscheinlich irgendwie nix. Spannend, spannend das Ganze :-).
    Liebe Grüße
    Kirschbiene

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