Simples glutenfreies Saatenbrot ohne Stärke

Ich habe Brotphasen. Kennt das jemand? Ich habe Phasen, da esse ich kaum Brot, gefolgt von Phasen in denen ich mich quasi von Brot ernähre! Dann hält ein frisch gebackenes Brot gerade mal 2 Tage.

Meine letzte Brotphase ist noch nicht lange her und ich wollte euch mein neues Lieblingsbrot vorstellen! Es kommt ganz ohne Stärke und ohne Bindemittel aus und schmeckt auch noch richtig lecker! Egal ob mit Aufstrich, Gemüse, Obst oder Marmelade. Dieses Brot kann man mit allem verspeisen und wird garantiert glücklich.

Das Kohlenhydrate Glücklich machen, ist uns ja allen Bekannt, sonst würden wir ja nicht so selig über unseren Nudeln, Kartoffeln oder Reisgerichten sitzen 🙂

Und da sie unseren wichtigsten Treibstoff darstellen und besonders für unser Gehirn essentiell sind, backe ich besonders in Klausurphasen Unmengen an Brot. Brot ist irgendwie Fastfood. Aufschreiden, bestreichen/belegen, Essen. Immer und immer wieder. Den Willenstärke habe ich bei Brot auch nicht… aus 2 Scheiben werden immer 4 oder noch mehr 🙂

Da trifft es sich doch gut, dass in diesem Saatenbrot auch noch Chiasamen, Leinsamen und Haselnüsse stecken, die mit dem Getreide jede Menge Power liefern. So kann man stundenlang lernen ohne wieder Hungrig zu werden! Klasse oder?

Wobei… Kochen und backen lenkt so herrlich vom Lernstoff ab, dass man schnell wieder was neues Backen und kochen muss. Nicht dass man am Ende doch zu viel lernt und zu wenig in der Küche steht 🙂

Als Neuheit habe ich euch die Version mit Dinkel dazu geschrieben, für all jene, die keine Zöliakie haben und trotzdem Lust auf ein frisches Saatenbrot haben!

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Vor dem Gehen

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Nach dem Gehen

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Mit Herz gebacken 🙂

 

 

Simples glutenfreies Saatenbrot ohne Stärke

  • 150 Gramm Hirsemehl
  • 150 Gramm Buchweizenmehl
  • 100 Gramm Vollkornreismehl
  • 50 Gramm glutenfreie Haferflocken
  • für die Variante mit Gluten: 440 Gramm Dinkelvollkornmehl
  • Je ein Esslöffel Leinsamen, Chiasamen, Haselnüsse und Sonnenblumenkerne + 100 ml kochendes Wasser
  • 1 Tl Salz 
  • 2 Tl Zucker, Dattelmus oder Agavendicksaft
  • 1 Tl Brotgewürz (optional)
  • 1 Beutel Trockenhefe
  • 1 Tl gemahlene Flohsamenschalen (bei Dinkel nicht nötig)
  • ca 350-400 ml heißes Wasser

Die Leinsamen, Chiasamen, Haselnüsse und Sonnenblumenkerne mit den 100 ml kochendem Wasser bedecken und für etwa 1 Stunde stehen lassen.

Alle Zutaten miteinander vermengen und mit dem Wasser und den geqollenen Saaten zu einem zähen, feuchten Teig verkneten. Am besten in der Kitchenaid oder ähnlichem oder den Knethaken des Handmixers. Falls ihr das Rezept mit Dinkel macht, wird der Teig natürlich nicht so feucht!

Den Teig in eine kleine, mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben und mit einem Teigspatel richtig fest drücken. Am besten klappt dass, wenn man den den Spatel ab und an in heißes Wasser tunkt. Nun den Teig für etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen (Teig mit Dinkel bitte 60 Minuten!)

Den Backofen auf 190° Umluft vorheizen und das Brot etwa 45- 50 Minuten backen lassen. Zügig aus der Form holen und auf einem Rost auskühlen lassen. Das Brot lässt sich am besten Schneiden, wenn es ganz ausgekühlt ist.

Guten Appetit!

 

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7 Kommentare

  1. Also besonders frisch gebackenes Brot ist einfach unwiederstehlich!So lecker und ein richtiger Unterschied als gekauftes! Ich backe leider viel zu selten selbst Brot…Ich ernähre mit nicht Glutenfrei, allerdings finde ich das die Mehlmischung mit dem HIrse- und Buchweizenmehl sehr lecker klingt!
    Liebe Grüsse,
    Krisi

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  2. Huhu Lucy,
    danke für dieses Rezept – das Brot sieht fantastisch aus! Doch verrate mir bitte mal, woher ich Hirsemehl bekomme? Weder im Bio-Supermarkt, noch im Reformhaus konnte ich bisher welches finden. Und Teffmehl kann ich alternativ sicherlich nicht verwenden – Teff ist ja wieder eine sehr spezielle Hirseart … Mir kommt’s so vor, als wäre Hirsemehl viel exotischer als Kastanien- oder Kokosmehl, denn das und viele andere Mehlsorten gibt’s hier wiederum in Hülle und Fülle. Aber ich bleibe dran, denn dein Brot möchte ich gern ausprobieren ;-).
    Liebe Grüße
    Kirschbiene

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    1. Liebe Kirschbiene,
      also ich hab meines früher immer im Biomarkt gekauft, oder mir im Reformhaus bestellen lassen. Die meisten machen dass sehr gerne! Frag doch mal nach! Inzwischen mahle ich mein Mehl ja immer selber, da merkt man immer wieder, wie viel Unabhängigkeit so eine Mühle schenkt.
      Ich hoffe du findest das Mehl und dir schmeckt das Brot so gut wie mir 🙂
      Alles Liebe
      Lucy

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      1. Huhu Lucy,
        aufs Selbermahlen hat mich gestern meine Gemüsehändlerin im Gespräch auch gebracht – hätte ich eigentlich mal drauf kommen können ;-). Eine gute Getreidemühle habe ich sogar. Allerdings habe ich damit früher auch Grünkern usw. gemahlen – ich müsste mich also mal dran machen, sie gründlich zu reinigen, damit ich sie für die glutenfreie Küche nutzen kann. Dann sollte deinem Brot nichts mehr im Wege stehen :-).
        Liebe Grüße
        Kirschbiene

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      2. Ja um so besser!! Du kannst, je nach Mühle auch eine zweite Mahlkammer kaufen, dann kannst du „sicher“ glutenfrei Mahlen. Bei Zöliakie solltest du das auf jedenfall machen!
        Ich freue mich auf jedenfall auf ein Feedback!
        Alles liebe
        Lucy

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  3. Das Brot ist wirklich lecker und super einfach! Endlich ein Brot das ohne Mais- und Kartoffelstärke auskommt. Warum wird eigentlich nicht auch in den großen Bäckereien soetwas gebacken? Ist doch viel gesünder und leckerer als diese ganzen Stärkebrote, die überall angeboten werden. Ich hätte aber noch eine Frage zum Hirsemehl. Wenn Du das in Deiner eigenen Mühle malst, wäschst Du die Hirse dann vorher heiß und läßt die Körner dann trocknen? Wie ich gelesen habe, ist es wohl wichtig, dass Hirse und Qiunoa immer heiß gewaschen werden wegen der Gerbstoffe, die nicht so gesund sind (und die Aufnahme der wertvollen Getreideinhalte verhindern). Wie siehst Du das? Bisher kaufe ich das Mehl noch, würde aber lieber selber mahlen wollen.

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    1. Hallo Silvia,
      schön dass es dir schmeckt! Ja es gibt schon Bäckereien die so backen, dann zahlt man aber pro 500 Gramm mal locker 7 Euro und das Brot schimmelt innerhalb von 2 Tagen…
      Also ich wasche das Getreide nicht, sonder vermahle es so wie es ist. Da ich nie große Mengen Hirse oder Quinoa vermahle, sehe ich darin auch kein Problem. Das gekaufte Hirsemehl ist nach meinen Informationen auch nicht gewaschen. Wenn du die Möglichkeit des mahlens hast, dann mahl unbedingt selbst, der Geschmack ist echt überzeugend! Alles liebe
      Lucy

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